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Software & Technik·aktualisiert am ·7 Min.

Salon-Software 2026: Was du brauchst – und was nicht

Kaufberatung Salon-Software 2026: welche Funktionen zählen, wo versteckte Kosten stecken – mit echten Preisbeispielen – und was du jeden Anbieter fragst.

DN

Daniel Naradzynkowski

Gründer, Damin

Drei Anbieter, drei Preisseiten, dreimal ein Preis mit „ab" davor. Erst beim Durchklicken merkst du: Die Kasse kostet extra, die TSE noch einmal, die Website auch – und jede Kollegin ebenso.

Die kurze Antwort: Eine Salon-Software muss vier Dinge zuverlässig können – Online-Termine, Erinnerungen, Kundenkartei und, wenn du elektronisch kassierst, eine Kasse mit TSE. Alles andere ist Zugabe. Teuer wird es selten am Grundpreis, sondern an Provision, Zusatzpaketen und Preisen je Mitarbeiter. Hier steht, worauf du achtest, mit echten Preisbeispielen, und welche Fragen du jedem Anbieter stellst.

Was jede Salon-Software können muss

FunktionWarumSo prüfst du es im Test
Online-Termine rund um die UhrKunden buchen abends und am Wochenende, wenn niemand ans Telefon gehtBuch dir selbst einen Termin am Handy – dauert es länger als zwei Minuten?
ErinnerungenWeniger vergessene TermineLassen sich die Zeitpunkte einstellen? Kosten SMS extra?
KundenkarteiFarbrezept, Allergien, Vorlieben auf einen BlickFindest du am Handy in zehn Sekunden die letzte Farbe einer Kundin?
Kasse mit TSEPflicht, sobald du elektronisch kassierstIst die TSE eingerichtet und im Preis klar genannt?

Dazu zwei Punkte, die keine Funktion sind, aber den Alltag entscheiden: Die Software muss am Handy so gut gehen wie am Computer, denn du stehst am Stuhl, nicht am Schreibtisch. Und sie sollte eine eigene Buchungsseite mitbringen, die du in Instagram und deinen Google-Eintrag stellen kannst.

Zur Kasse ein Satz vorweg: Eine elektronische Kasse ist keine Pflicht, eine offene Ladenkasse bleibt erlaubt. Was gilt, wenn du elektronisch kassierst, steht in Kassensystem im Salon.

Was nett ist, aber kein Kaufgrund

Jeder Anbieter wirbt mit Funktionen, die gut aussehen. Frag dich bei jeder: Würde ich das jede Woche nutzen? Wenn nicht, zahl nicht extra dafür.

  • Eine eigene App für deine Kunden. Zum Buchen reicht eine Seite im Handy-Browser, ohne Herunterladen. Eine App nur für einen Salon zu installieren, ist für viele Kunden eine Hürde.
  • Dutzende Berichte. Du brauchst wenige Zahlen, die du verstehst: Umsatz, Auslastung, Ausfälle, wie viele Kunden wiederkommen. Welche das sind, steht in Vier Zahlen, die deinen Salon besser beschreiben.
  • Funktionen für große Ketten. Filialverwaltung und mehrstufige Freigaben brauchst du nicht, wenn ihr zu dritt seid.
  • KI-Funktionen um ihrer selbst willen. Prüfe, ob sie dir Arbeit abnehmen – Fragen beantworten, Termine eintragen, Texte vorschlagen – oder nur in der Werbung gut aussehen.

Versteckte Kosten: wo der Preis wirklich steckt

Die folgenden Beispiele stammen von den Preisseiten der Anbieter, netto, mit dem Datum unserer Prüfung. Sie zeigen, wo du hinschauen musst – nicht, wer „gut" oder „schlecht" ist.

KostenfalleBeispiele (netto)Stand
Provision auf NeukundenTreatwell 35 %, Fresha 20 % der ersten Buchung eines Marktplatz-Neukunden13.09. / 09.09.2026
TSE extraShore 9 €, Treatwell 7,50 €, Salonized 12 € im Monat09.09.2026
Website extraShore „Professionelle Website" 65 €, Fresha „Smarte Website" 13,95 € im Monat09.09. / 12.09.2026
Preis je MitarbeiterFresha 8,95 € je Teammitglied, Booksy 7 € je weiterer Person, Salonized 7,50 €09.09. / 10.10.2026
ZusatzpaketeFresha Treueprogramm 59,95 € im Monat; bei Shore E-Mail-Marketing erst im Paket für 79,90 €09.09.2026
Gebühr je Online-ZahlungFresha 1,29 % + 0,20 €, Treatwell 2 % auf Online-Vorauszahlungen09.09.2026
Laufzeit und EinstiegsrabattShore: bei Jahreszahlung zwölf Monate, im ersten Jahr rabattiert; Phorest erwähnt einen 24-Monats-Vertrag09.09.2026

Beispiel, wie aus einem Grundpreis ein Gesamtpreis wird: eine Person, Termine, Kasse und Website bei Shore. Das Paket „All-in-One" kostet 129,90 €, die Cloud-TSE 9 €, die Website 65 € – zusammen 203,90 € netto im Monat, mit Umsatzsteuer 242,64 € (monatliche Zahlung, Stand: 09.09.2026). Bei Damin kostet derselbe Umfang im Plan Business 49 € plus 7,90 € für die TSE, also 56,90 € mit Umsatzsteuer. Wer bei Shore jährlich zahlt, zahlt für das Paket 10 € weniger im Monat und bindet sich zwölf Monate.

Fair ist auch der Blick auf Damin selbst: Auch hier gibt es Posten neben dem Grundpreis – jeder weitere Mitarbeiter 7,50 €, die Cloud-TSE 7,90 € im Plan Business, eine Gebühr je Online-Zahlung (2,4 % + 0,30 € im Plan Pro, also mehr als bei Fresha) und SMS über Guthaben. Keine Software ist umsonst. Wichtig ist, dass du die Posten vorher kennst.

Zehn Fragen an jeden Anbieter

Kopier dir diese Liste ins Handy und geh sie bei jedem Anbieter durch, bevor du dich festlegst:

  1. Was kostet es im Monat für meine Zahl an Mitarbeitern – mit Umsatzsteuer?
  2. Nimmst du Provision oder eine Gebühr je Termin, auch auf Neukunden aus einem Marktplatz?
  3. Ist die TSE im Preis? Wenn nicht: Was kostet sie, und wer richtet sie ein?
  4. Ist eine Website dabei – und unter welcher Adresse läuft sie?
  5. Welche Funktionen kosten extra: Treueprogramm, Werbe-Nachrichten, SMS, Bewertungsanfragen?
  6. Was kostet eine Online-Zahlung, was eine Kartenzahlung im Salon?
  7. Wie lange bin ich gebunden, mit welcher Kündigungsfrist? Steigt der Preis nach dem ersten Jahr?
  8. Kann ich meine Kundenliste jederzeit selbst herunterladen?
  9. Wie lange dauert die Testphase, und brauche ich dafür eine Kreditkarte?
  10. Hilft mir jemand, meine Daten vom alten Anbieter zu übernehmen – und was kostet das?

Wer auf Frage 1 keinen klaren Betrag nennt, wird es später auch nicht tun.

Die Testphase richtig nutzen

Eine Testphase bringt nur etwas, wenn du sie mit echtem Alltag füllst. Die Länge ist sehr unterschiedlich: Fresha und Booksy nennen sieben Tage, Shore 14 Tage (Stand: 09.09. und 10.10.2026), Damin 30 Tage. So nutzt du vier Wochen:

  1. Woche 1: Behandlungen, Öffnungszeiten und Team eintragen. Buch dir selbst Termine – am Handy, am Abend, mit zwei Behandlungen auf einmal.
  2. Woche 2: Den Link an fünf Stammkunden geben, die dir ehrlich sagen, wie es lief. Schau, ob die Erinnerungen ankommen.
  3. Woche 3: Einen vollen Samstag damit arbeiten. Absagen, verschieben, kassieren – alles, was sonst nervt.
  4. Woche 4: Die zehn Fragen oben beantworten und den echten Monatspreis für deinen Salon ausrechnen.

So machst du das mit Damin

So sieht die Rechnung bei Damin aus: Pro kostet 22,90 € im Monat (19,90 € im Jahresabo), Business mit Kasse 49 € (39 € im Jahresabo). Der erste Mitarbeiter ist dabei, jeder weitere kostet 7,50 €. Die Cloud-TSE kostet 7,90 € im Monat, nur solange die Kasse eingeschaltet ist. Provision gibt es keine, und es gibt keinen Einstiegspreis, der nach zwölf Monaten steigt – alle Beträge stehen auf der Preisseite.

  • In beiden Plänen: Online-Termine, Erinnerungen per E-Mail, Kundenkartei mit Farbrezepten und Fotos, Salon-Website mit dem Hinweis „Powered by Damin", Treueprogramm und automatische Bewertungsanfragen.
  • Nur im Plan Business: Kasse mit TSE und DATEV-Export für den Steuerberater. Eine eigene Domain gibt es mit Enterprise auf Anfrage.
  • Deine Kundenliste lädst du jederzeit selbst als Datei herunter.
  • Wechsel: Den Umzug vom alten Anbieter übernimmt der kostenlose Wechselservice.

Wie Damin neben Treatwell, Fresha, Shore und weiteren Anbietern dasteht, Zeile für Zeile mit Quelle und Stand, zeigt der Anbieter-Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Funktionen zählen: Online-Termine, Erinnerungen, Kundenkartei und – wenn du elektronisch kassierst – eine Kasse mit TSE.
  • Rechne den Gesamtpreis für deinen Salon: Grundpreis, Mitarbeiter, TSE, Website, Zusatzpakete, Gebühren, Umsatzsteuer.
  • Nutze die Testphase mit echten Terminen und stell jedem Anbieter dieselben zehn Fragen.

Wenn du Damin mit dieser Liste prüfen willst: Es lässt sich 30 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte, und die Testphase endet von selbst.

Häufige Fragen

Was kostet eine Salon-Software im Monat?

Die Einstiegspreise bekannter Anbieter liegen meist zwischen rund 13 und 60 € netto im Monat für eine Person (Stand: September und Oktober 2026). Mit Kasse, TSE, Website und weiteren Mitarbeitern kann es ein Vielfaches werden – rechne immer deinen eigenen Fall durch.

Brauche ich als Friseur eine Kasse mit TSE?

Nur, wenn du elektronisch kassierst. Eine offene Ladenkasse ist weiter erlaubt. Wer aber eine elektronische Kasse nutzt, braucht eine TSE und muss sie beim Finanzamt melden.

Worauf muss ich bei einer Salon-Software achten?

Auf vier Dinge: Online-Termine, Erinnerungen, Kundenkartei und – wenn du elektronisch kassierst – eine Kasse mit TSE. Beim Preis auf Provision, Kosten je Mitarbeiter, Zusatzpakete und die Vertragslaufzeit.

Wie lange sollte ich eine Salon-Software testen?

Mindestens zwei volle Arbeitswochen mit echten Terminen. Eine Woche reicht kaum, um Erinnerungen, Absagen und einen vollen Samstag zu erleben.

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