Salon-Software 2026: Der große Bullshit-Check – Was du wirklich brauchst (und was nur Geld kostet)
Der Markt ist voller verspielter Features und versteckter Kosten. Wir zeigen dir, worauf es ankommt – und wie du mit der richtigen Wahl bis zu 30.000 € pro Jahr sparst.

Auf Instagram wirbt alle zwei Tage eine neue Salon-Software mit „revolutionären Features". Auf Messen drücken dir 30 Anbieter Flyer in die Hand. Und alle versprechen dasselbe: mehr Umsatz, weniger Stress, automatisch alles besser.
Aber mal ehrlich: Wieviel davon brauchst du wirklich? Und wieviel ist nur hübsch verpacktes Marketing?
Die Features, die wirklich zählen
Nach Gesprächen mit hunderten Salon-Inhabern zeigt sich ein klares Bild. Es gibt genau fünf Funktionen, die einen messbaren Unterschied machen:
| Feature | Effekt | Priorität |
|---|---|---|
| Online-Terminbuchung | 24/7 buchbar, weniger Telefonate | Muss |
| Automatische Erinnerungen | 30–50 % weniger Terminausfälle | Muss |
| Digitale Kundenkartei | Behandlungshistorie, besserer Service | Muss |
| Kassensystem mit TSE | Gesetzlich vorgeschrieben | Muss |
| Eigene Buchungswebsite | Google-Sichtbarkeit, eigenes Branding | Sollte |
Das war's. Alles andere ist optional. Schön, wenn es da ist – aber nicht der Grund, warum du Software kaufen solltest.
Der Bullshit-Check: 5 Features, die (fast) niemand braucht
1. KI-Frisur-Beratung
Deine Kunden kommen wegen deiner Expertise – nicht wegen einer App, die Frisuren auf Fotos projiziert. Die Technologie ist nett für Instagram, aber im Alltag nutzt sie niemand.
2. Eigene Salon-App
Kein Mensch installiert eine App für seinen Friseur. Eine gute mobile Website macht exakt dasselbe – ohne Download. Spar dir die 200 €/Monat.
3. Social-Media-Planer
Wenn du 3 Mitarbeiter hast, brauchst du kein Social-Media-Management-Tool. Poste direkt auf Instagram. Fertig.
4. „Intelligente" Preisgestaltung
Dynamische Preise je nach Auslastung? Das funktioniert bei Hotels – nicht bei deiner Stammkundin, die seit 5 Jahren 45 € für den Schnitt zahlt. Vertrauen schlägt Algorithmus.
5. 50-Seiten-Reportings
Du brauchst drei Zahlen: Tagesumsatz, Auslastung, Terminausfälle. Den Rest liest du sowieso nicht. Spare dir Software, die 200 Diagramme generiert, von denen du 3 nutzt.
Die versteckten Kosten: Was dir niemand erzählt
| Kostenfalle | Typischer Betrag |
|---|---|
| Provision pro Buchung (Marktplätze) | 20–35 % des Umsatzes |
| „Premium"-Features hinter Paywall | +30–80 €/Monat |
| SMS-Erinnerungen (pro SMS) | 0,07–0,12 € × 400 = ~40 €/Monat |
| Vertragsbindung (12–24 Monate) | Risiko bei Unzufriedenheit |
| Datenexport kostenpflichtig | Einmalig 50–200 € |
Die billigste Software ist manchmal die teuerste – wenn du die versteckten Kosten einrechnest.
Worauf du wirklich achten solltest
- Transparente Preise. Festpreis pro Monat, keine Provision, keine versteckten Gebühren. Was du siehst, ist was du zahlst.
- Keine Mindestlaufzeit. Gute Software braucht keine Knebelverträge. Wenn du jederzeit kündigen kannst, zeigt das Vertrauen in das eigene Produkt.
- Deine Daten gehören dir. Export jederzeit möglich, kostenlos, ohne Wenn und Aber.
- Mobile-first. Die Software muss am Handy genauso gut funktionieren wie am Desktop. Du stehst am Stuhl, nicht am Schreibtisch.
- Support auf Deutsch. Wenn es klemmt, willst du jemanden erreichen, der deine Sprache spricht.
Fazit: Weniger ist mehr
Die beste Salon-Software ist nicht die mit den meisten Features. Es ist die, die du tatsächlich jeden Tag nutzt – weil sie einfach ist, weil sie funktioniert und weil sie dich nicht arm macht.
Frag dich bei jedem Feature: „Nutze ich das wirklich – oder klingt es nur gut?" Wenn du ehrlich bist, bleiben fünf Dinge übrig. Und genau die solltest du richtig machen.
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