No-Shows im Salon vermeiden: 5 Wege gegen leere Termine
Was No-Shows deinen Salon kosten und fünf Wege dagegen: Erinnerung, einfache Absage, Anzahlung, klare Absageregel und Warteliste. Mit Vorlagen.

Dienstag, 14 Uhr, Balayage, zweieinhalb Stunden geblockt. Der Stuhl bleibt leer – kein Anruf, keine Nachricht. Das nennt sich No-Show: Ein Kunde kommt nicht zu seinem Termin und sagt auch nicht ab. Die kurze Antwort, was dagegen hilft: Erinnern, das Absagen leicht machen, bei teuren Behandlungen eine Anzahlung verlangen, die Absageregel klar sagen und frei gewordene Termine über eine Warteliste neu vergeben. Keiner dieser Wege macht dich streng. Zusammen machen sie aus vielen Ausfällen eine rechtzeitige Absage – und aus der Absage einen neuen Termin.
Was dich ein Ausfall wirklich kostet
Beispielrechnung mit offenen Annahmen – setz deine eigenen Zahlen ein:
| Annahme | Wert |
|---|---|
| Durchschnittlicher Termin | 60 € |
| Ausfälle je Woche | 2 |
| Arbeitswochen im Jahr | 48 |
| Verlorener Umsatz im Jahr | 5.760 € |
Und das ist die freundliche Rechnung. Fällt eine Balayage für 180 € aus, fehlt an einem Nachmittag so viel wie sonst bei drei Terminen. Die Kollegin, die wartet, wird trotzdem bezahlt, und die Zeit lässt sich so kurzfristig kaum füllen.
Wie viele Ausfälle du wirklich hast, weißt du erst, wenn du sie zählst. Markiere jeden einzelnen als „nicht erschienen", statt ihn still aus dem Kalender zu löschen. Nach zwei Monaten hast du deine eigene Zahl – und die ist aussagekräftiger als jeder fremde Durchschnitt.
1. Erinnern – mit Absagelink
Viele Ausfälle sind keine Absicht, sondern schlicht vergessen. Eine Erinnerung fängt das ab. Ein guter Startwert: 24 Stunden und 2 Stunden vorher. Die erste lässt Zeit zum Absagen, die zweite holt alle, die es trotzdem vergessen hätten.
Das Wichtigste steht nicht im Text, sondern darunter: ein Link zum Verschieben oder Absagen. Wer nicht kommen kann, soll es dir mit einem Tipp sagen können, statt einfach wegzubleiben.
Vorlage für die Erinnerung
„Hallo Sarah, wir freuen uns auf dich: morgen, Dienstag, um 14 Uhr bei Lisa (Balayage, etwa 2,5 Stunden). Klappt es nicht? Dann verschieb oder sag hier ab – so kann jemand anderes den Termin bekommen."
2. Absagen und Verschieben einfach machen
Klingt paradox, ist aber logisch: Je leichter das Absagen, desto seltener bleibt jemand einfach weg. Wer anrufen müsste und es dreimal vergisst, kommt am Ende nicht. Wer abends auf dem Sofa einen Link antippt, sagt ab – und du kannst die Zeit neu vergeben.
Prüf deinen Salon an diesen drei Punkten:
- Steht in Bestätigung und Erinnerung ein Link zum Absagen und Verschieben?
- Können Kunden einen neuen Termin selbst wählen, ohne dich anzurufen?
- Ist klar, bis wann das kostenlos geht?
3. Anzahlung für teure und lange Behandlungen
Wer schon bezahlt hat, nimmt den Termin ernster. Eine Anzahlung ist ein Teil des Preises, den der Kunde beim Online-Buchen zahlt, zum Beispiel 20 %. Sie muss nicht für alles gelten. Drei Varianten:
- Immer: jeder Online-Termin mit Anzahlung. Passt, wenn du viele lange Termine hast.
- Je Behandlung: nur Balayage, Extensions, Brautstyling – alles, was viel Zeit blockt.
- Ab einem Mindestbetrag: etwa ab 100 €. Der kurze Schnitt bleibt ohne Anzahlung.
Rechnung: 20 % auf eine Balayage für 180 € sind 36 €. Erscheint die Kundin nicht, bleiben dir wenigstens die 36 €, statt mit leeren Händen dazustehen.
Formulierung, die nicht nach Misstrauen klingt
„Mit 36 € Anzahlung ist dein Termin fest reserviert – wir halten dir dafür zweieinhalb Stunden frei. Der Betrag wird natürlich angerechnet."
Wie du die Anzahlung einführst, ohne Stammkunden zu verärgern, steht in Anzahlung im Salon einführen.
4. Die Absageregel klar sagen
Eine Regel wirkt nur, wenn der Kunde sie kennt, bevor er bucht. Leg fest, bis wann kostenlos abgesagt werden kann – gängig sind 24 oder 48 Stunden – und was danach passiert.
Eine Stornogebühr ohne Anzahlung musst du selbst in Rechnung stellen und im Zweifel einfordern. Das kostet Zeit und manchmal die Kundin. Mit Anzahlung ist der Betrag schon da, und du entscheidest im Einzelfall, ob du ihn behältst oder zurückgibst.
Vorlage für die Absageregel auf deiner Buchungsseite
„Du kannst bis 24 Stunden vor deinem Termin kostenlos absagen oder verschieben. Bei einer späteren Absage oder wenn du nicht kommst, behalten wir die Anzahlung ein."
5. Warteliste: aus Absagen neue Termine machen
Eine rechtzeitige Absage hilft dir nur, wenn jemand anderes den Platz bekommt. Dafür ist die Warteliste da: Kunden, die keinen passenden Termin gefunden haben, tragen sich mit ihrer Wunschzeit ein. Wird etwas frei, bekommen alle passenden Wartenden gleichzeitig eine Nachricht – wer zuerst bucht, hat den Termin.
Rechnung: Werden zwei kurzfristige Absagen im Monat so neu belegt, sind das bei 60 € je Termin 1.440 € im Jahr.
Und wer immer wieder nicht kommt?
Einmal kann jedem etwas dazwischenkommen. Frag nach, statt zu strafen:
„Hallo Sarah, wir haben dich gestern um 14 Uhr vermisst. Ist alles in Ordnung? Sag Bescheid, wenn wir einen neuen Termin für dich finden sollen."
Wer zum zweiten oder dritten Mal fehlt, bucht künftig nur noch mit Anzahlung oder gar nicht mehr online. Wichtig ist, dass du das vorher sagst – dann ist es eine faire Regel und keine Strafe.
So machst du das mit Damin
Alle fünf Wege stecken im Ausfallschutz von Damin, in Pro und Business:
- Erinnerungen per E-Mail, Vorgabe 24 und 2 Stunden vorher, frei einstellbar; per SMS optional mit SMS-Guthaben. Kunden können über die Nachricht verschieben oder absagen, wenn du das erlaubst. Anleitung: Erinnerungen per E-Mail und SMS.
- Anzahlung immer, je Leistung oder ab einem Mindestbetrag, als Prozentsatz vom Preis. Dafür verbindest du ein Stripe-Konto; je Online-Zahlung fallen in Pro 2,4 % + 0,30 € an, in Business 1,9 % + 0,25 €.
- Absagefrist: Der Kunde sieht sie beim Buchen. Sagt jemand zu spät ab oder kommt nicht, schlägt Damin vor, die Anzahlung zu behalten – entscheiden tust du. Anleitung: Stornierungsregeln und Rückerstattung.
- Warteliste: Alle passenden Wartenden bekommen eine Nachricht, wer zuerst bucht, bekommt den Termin.
- Nicht erschienen: Markierst du einen Termin so, bekommt der Kunde eine kurze Nachfrage per E-Mail, und der Vorfall wird gezählt. Auf Wunsch sperrt Damin Kunden nach einer von dir gewählten Zahl an Vorfällen für die Online-Buchung. Anleitung: Nicht erschienen markieren.
Wie viele Termine ausfallen und wie viele kurzfristig abgesagt werden, siehst du unter Umsatz & Statistik – so merkst du, ob deine Maßnahmen wirken.
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Ausfälle pro Woche kosten im Beispiel 5.760 € im Jahr – zähl deine eigenen, bevor du handelst.
- Erinnerung mit Absagelink und einfaches Verschieben machen aus Ausfällen Absagen, die Warteliste macht daraus neue Termine.
- Für teure Behandlungen: eine Anzahlung und eine Absageregel, die der Kunde vor dem Buchen sieht.
Wenn du ausprobieren willst, wie sich das im Kalender anfühlt: Damin lässt sich 30 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.
Häufige Fragen
Was ist ein No-Show beim Friseur?
Ein No-Show ist ein Kunde, der zu seinem Termin nicht erscheint und auch nicht abgesagt hat. Die Zeit war für ihn geblockt und lässt sich so kurzfristig meist nicht mehr vergeben.
Wann sollte die Terminerinnerung kommen?
Ein guter Startwert sind 24 Stunden und 2 Stunden vor dem Termin. Die erste lässt dir Zeit, einen abgesagten Platz neu zu vergeben, die zweite erinnert alle, die es sonst vergessen hätten.
Wie hoch sollte eine Anzahlung im Salon sein?
Ein Teil des Preises reicht, zum Beispiel 20 % – bei einer Balayage für 180 € also 36 €. Der Betrag wird auf den Endpreis angerechnet. Für kurze, günstige Termine lohnt sich eine Anzahlung meist nicht.
Wie setze ich eine Ausfallgebühr durch?
Die Regel muss der Kunde kennen, bevor er bucht. Am einfachsten setzt du sie über eine Anzahlung um, die du bei später Absage oder Nichterscheinen behältst – dann musst du keinem Geld hinterherlaufen.
Passend dazu
Funktion
Ausfallschutz
Erinnerung, Anzahlung und Warteliste gegen leere Termine.
Anleitung
Anzahlung einrichten
So verlangst du bei der Buchung einen Teilbetrag vorab.
Anleitung
So funktioniert die Warteliste
Wer benachrichtigt wird, wenn ein Termin frei wird.
Begriff erklärt
Nicht-Erscheinen
Wenn Kunden ohne Absage fernbleiben – und was dagegen hilft.