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Online-Buchung

Widerruf von Online-Buchungen und Gutscheinen

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Seit dem 19. Juni 2026 ist ein Widerrufsbutton für online abgeschlossene Verträge gesetzlich vorgeschrieben (§ 356a BGB – ein Gesetz, das Kunden bei online geschlossenen Verträgen ein Rückgaberecht einräumt, ähnlich wie beim Online-Shopping). Deine Website hat diesen Button bereits automatisch – du musst nichts einrichten.

Was ist der Widerrufsbutton?

Im Fußbereich deiner Salon-Website steht der Button „Vertrag widerrufen". Darüber können Kunden einen online abgeschlossenen Vertrag – also einen online gebuchten Termin oder einen online gekauften Gutschein – innerhalb von 14 Tagen widerrufen (zurücktreten), ohne einen Grund nennen zu müssen.

Wichtig: Das ist keine Kür, sondern gesetzliche Pflicht. Der Button ist bei allen Damin-Websites automatisch aktiv – du brauchst dafür keine Einstellung vorzunehmen.

Was der Kunde ausfüllt

Der Kunde sucht zuerst seinen Vertrag – bei Terminen über die Buchungsnummer aus der Bestätigungs-E-Mail und seinen Nachnamen, bei Gutscheinen über den Gutschein-Code und die E-Mail-Adresse des Käufers. Danach sieht er, was gefunden wurde, und wie viele Tage seines Widerrufsrechts noch übrig sind.

Wer seine Buchungsnummer nicht mehr findet, kann den Widerruf trotzdem erklären: Es gibt an jeder Stelle den Weg „Ich habe meine Buchungsnummer nicht" mit einem freien Textfeld. Das muss so sein – ein Widerruf ist formfrei und darf nie an einer fehlenden Nummer scheitern. Solche Anfragen kommen bei dir ohne zugeordneten Vertrag an; du kannst ihn dann selbst zuordnen (siehe unten).

Am Ende bekommt der Kunde eine Quittung mit Eingangszeit und einer kurzen Referenznummer, die er drucken oder als PDF sichern kann.

Was passiert, wenn ein Kunde widerruft?

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    Der Kunde bekommt sofort eine Eingangsbestätigung per E-Mail – mit Datum und Uhrzeit, wann der Widerruf bei dir eingegangen ist

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    Du bekommst eine Benachrichtigung und eine E-Mail, dass ein neuer Widerruf vorliegt

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    Der Widerruf erscheint in deinem Dashboard unter „Widerrufe“ – der Punkt taucht links im Menü unter „Auswertung“ auf, sobald du den ersten bekommen hast, und bleibt danach dort stehen

Solange mindestens ein Widerruf offen ist, siehst du außerdem eine Hinweis-Karte auf der Startseite deines Dashboards – mit dem Betrag, um den es geht, und der Zeit, die dir noch bleibt.

Wie bearbeitest du einen Widerruf?

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    Gehe links im Menü unter „Auswertung“ auf „Widerrufe“

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    Klicke bei der offenen Anfrage auf „Bearbeiten"

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    Oben steht, um wie viel Geld es geht und wie der Kunde bezahlt hat. Darunter steht Schritt für Schritt, was dein Klick auslöst

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    Entscheide dich für eine von zwei Möglichkeiten:

  • „Widerruf annehmen & … erstatten" – Der Termin wird abgesagt beziehungsweise der Gutschein deaktiviert, und das Geld geht zurück. Der Kunde bekommt automatisch Bescheid.
  • „Anders erledigt" – Für alles, was sich außerhalb des Systems geklärt hat. Du trägst eine kurze Notiz ein, damit der Vorgang nachvollziehbar bleibt.

Wichtig: Nur online per Karte gezahltes Geld geht automatisch zurück. Was der Kunde vor Ort bezahlt hat, musst du selbst herausgeben – im Dialog steht das ausdrücklich dabei, damit du es nicht übersiehst.

Anfragen ohne Buchungsnummer zuordnen

Kam eine Anfrage über das freie Textfeld herein, steht im Bearbeiten-Dialog ein Suchfeld. Suche dort nach Name, Buchungsnummer oder Gutschein-Code und ordne den passenden Vertrag zu. Danach kannst du wie gewohnt mit einem Klick erstatten. Ohne Zuordnung bleibt nur der Weg über „Anders erledigt".

Widerruf und deine Stornierungsfrist

Der Widerruf ist unabhängig von deiner eigenen Stornierungsfrist (z. B. „24 Stunden vorher kostenlos stornierbar") – es handelt sich um zwei unterschiedliche Dinge. Zwei Beispiele, wie sie zusammenspielen:

Fall A – Termin weit im Voraus gebucht: Ein Kunde bucht heute einen Termin, der erst in sechs Wochen stattfindet. Die 14-tägige Widerrufsfrist ist beim Termin selbst längst abgelaufen. Storniert der Kunde kurz vorher, gilt ganz normal deine übliche Stornoregel.

Fall B – kurzfristige Buchung: Ein Kunde bucht heute einen Termin für übermorgen. Storniert er innerhalb von 14 Tagen nach der Buchung, kann er das als Widerruf tun – und bekommt alles zurück, selbst wenn deine Stornofrist (z. B. 24 Stunden) da eigentlich schon überschritten wäre.

Wichtig: Ein gültiger Widerruf muss erstattet werden – auch wenn deine Stornierungsfrist schon abgelaufen ist. Die 14 Tage laufen ab dem Zeitpunkt der Buchung, nicht ab dem Termin selbst. In der Termin-Ansicht deiner Kunden stehen „Termin absagen" und „Vertrag widerrufen" deshalb gleichberechtigt nebeneinander, jeweils mit dem Hinweis, was das für ihr Geld bedeutet.

Hinweis: Auch wenn du alle Widerrufe bearbeitet hast, bleibt der Menüpunkt stehen. Erledigte Fälle musst du aufbewahren können – dort findest du sie mit Betrag, Datum, Bearbeiter und deiner Notiz wieder.

Wie viel Zeit du hast

Ab dem Eingang eines Widerrufs hast du 14 Tage, um das Geld zurückzuzahlen. In der Liste steht bei jeder offenen Anfrage, wie viele Tage noch übrig sind; wird es knapp, färbt sich der Hinweis ein. Die älteste Anfrage steht immer oben.

Gutschein-Käufe

Bei online gekauften Gutscheinen gilt dieselbe 14-Tage-Frist, gerechnet ab dem Kaufdatum. Wurde ein Teil des Gutscheins bereits eingelöst, ist die automatische Erstattung nicht mehr möglich – kläre den Restbetrag dann direkt mit dem Kunden und erledige den Widerruf mit einer Notiz.

Hinweis: Vor-Ort-Geschäfte – also Termine oder Gutscheine, die direkt im Salon gebucht bzw. gekauft wurden – fallen nicht unter das Widerrufsrecht. Der Widerrufsbutton betrifft ausschließlich online abgeschlossene Verträge.

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